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Anleitung: Epoxidharz Bodenbeschichtung verarbeiten

Oft werden wir von unseren Kunden gefragt, wie sie die Bodenbeschichtung auftragen sollen. Verständlich, dass man als Laie erstmals etwas überfordert ist, wenn es um Mischungsverhältnisse, Temperaturen etc. geht. Diese Frage möchten wir nun gern unseren Kunden und zufälligen Besuchern unseres Online-Shops in dieser Anleitung beantworten.

Was muss ich vor der Bodenbeschichtung beachten?

Zunächst stellt sich die Frage, wie Ihr Boden im gegenwärtigen Zustand aussieht. Er sollte unbedingt frei von Rissen sein. Sollten dennoch Risse im Boden vorhanden sein, können diese ganz einfach mit einer speziellen Spachtelmasse, welche in jedem Baumarkt zu finden ist, geschlossen werden. Nachdem die Spachtelmasse trocken ist, kann die eigentliche Arbeit losgehen. Im Idealfall schleifen Sie den Boden vor der Bodenbeschichtung an, damit er absolut eben ist. Umso besser wird anschließend das Ergebnis!

Welches Harz soll ich für die Bodenbeschichtung wählen?

Nachdem der Boden nun vorbereitet ist, stellt sich die Frage, welches Harz verwendet werden soll. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen Epoxidharz und Polyesterharz (bzw. Epoxidharz auf Polyurethan-Basis). Der Unterschied zwischen beiden Harzen ist der Einsatzzweck. Sollten Sie vorhaben eine Innenfläche zu beschichten – z.B. Garage, Keller, Wohnzimmer o.Ä., greifen Sie unbedingt zum Epoxidharz. Diese Objekte sind in geschlossenen Räumen, wo die Bodenbeschichtung kaum oder nur wenig einer UV-Strahlung ausgesetzt ist. Sollte ein Außenobjekt beschichtet werden – z.B. Balkon, Terrasse, Gartenhaus o.Ä., ist das Polyesterharz (bzw. Epoxidharz auf Polyurethan-Basis) die richtige Wahl. Dieses Harz riecht zwar etwas unangenehm, während es verabreitet wird (deshalb bitte nicht in geschlossenen Räumen verwenden!), ist jedoch anschließend absolut UV-beständig, sodass Sonneneinstrahlung der Bodenfarbe nichts ausmacht.

1. Den Boden grundieren (optional)

Wir empfehlen jedem Kunden vorher eine Epoxidharz-Grundierung aufzutragen, um dem Boden seine Saugfähigkeit zu nehmen. So sind Sie auf der sicheren Seite, dass die Bodenfarbe nicht durch den Boden sickert und dadurch wohlmöglich der Verbrauch pro Quadratmeter steigt. Zum Verrühren beider Komponenten, nutzen Sie bitte eine Bohrmaschine oder ein elektrisches Rührwerk mit einer Geschwindigkeit von 300-400 U/Min. Die Grundierung können Sie bei uns kaufen. Wir empfehlen ausschließlich unsere Produkte zu verwenden, da wir genau wissen, dass diese miteinander absolut kompatibel sind.

 

 

2. Die Bodenbeschichtung auftragen

Die Bodenbeschichtung besteht aus Stammkomponente (Harz) und Härter. Diese werden bereits in der richtigen Dosierung von uns geliefert, sodass Sie sich darum keine Sorgen machen müssen. Beide werden miteinander verrührt (zum Verrühren beider Komponenten, nutzen Sie bitte eine Bohrmaschine oder ein elektrisches Rührwerk mit einer Geschwindigkeit von 300-400 U/Min.) und anschließend mit einer fuselfreien Rolle auf den Boden aufgetragen (deshalb wird sie auch Rollbeschichtung genannt). Das Verfahren ist ähnlich wie beim Wändestreichen. Und auch ähnlich wie dort, empfehlen wir insgesamt zwei Anstriche, um eine ideale Deckung zu gewährleisten. Die beiden Anstriche sollten mit einer zwischenzeitlichen Trocknungsphase von ca. 24 Stunden erfolgen. Schon ist die Bodenbeschichtung aufgetragen und Sie können sich über einen schönen und praktischen farbigen Boden freuen.

 

 

3. Farbigen Kontrast mit Dekochips erzeugen (optional)

Sollte ein besonderer farbiger Kontrast gewünscht sein, können farbige Dekochips dafür sorgen. Diese werden unmittelbar nach dem letzten Beschichtungsdurchgang einfach in den nicht trockenen Boden eingeworfen. Sie tauchen in das Harz rein, sodass nur die obere Kante an der Oberfläche der Bodenbeschichtung bleibt. Um über den nicht trockenen Boden zu gehen, empfehlen wir unsere Nagelschuhe. Diese hinterlassen nach Begehung keine Fußspuren in der Bodenbeschichtung.

 

 

4.  Rutschhemmung mit Glasperlen erzeugen (optional)

Sollte der Boden einfarbig und doch rutschfest sein, empfehlen wir den Einsatz von Glasperlen. Diese ähneln von der Konsistenz her feinen Salzkörnern. Diese werden, ebenso wie Dekochips in die nicht trockene Bodenbeschichtung eingestreut und tauchen genau bis zur Hälfte in das Harz ein. Die Rutschhemmung, die damit erzielt wird, ist gravierend und steigt mit der Menge der eingeworfenen Glasperlen.

 

 

5. Bodenversiegelung auftragen (optional)

Soll die Bodenbeschichtung anschließend versiegelt werden (z.B. um optimalen Glanzgrad zu erreichen), empfehlen wir die Bodenversiegelung. Dies ist transparentes Epoxidharz, welcher sich als endgültige Schicht auf die Bodenbeschichtung legt und anschließend trocknet. Die Verarbeitung der Bodenversiegelung erfolgt exakt wie die der Bodenbeschichtung. Zum Verrühren beider Komponenten, nutzen Sie bitte eine Bohrmaschine oder ein elektrisches Rührwerk mit einer Geschwindigkeit von 300-400 U/Min.

 

Wie Sie sehen, erfordert die Verarbeitung von Epoxidharz Bodenbeschichtungen keine herausragenden handwerklichen Kenntnisse. Über 90% unserer Kunden sind Laien auf dem Gebiet und arbeiten zum ersten Mal mit Epoxidharz. Die Ergebnisse, welche von den Kunden erzielt werden, können sich wirklich sehen lassen! Probieren Sie es aus!