Bodenbeschichtung „UV-Beständig“ verarbeiten
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verarbeitung einer UV-beständigen 1K-Bodenbeschichtung für den Außenbereich – vom Bodenanschliff über Grundierung und farbige Beschichtung bis zur Versiegelung. Alle Produkte sind 1-komponentig und werden vor dem Auftragen lediglich mit dem Rührquirl aktiviert.
Diese Anleitung beschreibt die Verarbeitung unserer UV-beständigen 1K-Bodenbeschichtung für den Außenbereich Schritt für Schritt.
Im Gegensatz zu klassischen 2K-Epoxidharzen ist nur eine Komponente notwendig – Grundierung, Farbe und Versiegelung werden vor dem Auftragen lediglich mit dem Rührquirl aktiviert (einfach durchrühren, auch an den Rändern).
Hinweis: Diese Anleitung bezieht sich auf unsere Produkte. Verwenden Sie für optimale Kompatibilität bitte ausschließlich Produkte aus unserem Haus.
Den Boden anschleifen
Der Untergrund wird zunächst mit einem Tellerschleifer in der Körnung 80–120 angeschliffen – das öffnet die Oberfläche und gibt der späteren Beschichtung optimalen Halt. Voraussetzung: Bodenfeuchtigkeit unter 30 %, Untergrund absolut fest.
Anschließend werden lose Partikel und Schleifstaub gründlich entfernt – am besten mit einem Industriestaubsauger. So bleibt nichts zurück, was die Haftung der Grundierung später stören könnte.
Im letzten Schritt werden Dellen und Ausbrüche mit unserem HPSM-100 Feinspachtel ausgebessert. So entsteht eine ebene Fläche ohne Staubeinschlüsse im Spachtel. Vor dem Weiterarbeiten muss der Spachtel vollständig aushärten.
Tipp: Da die spätere Oberfläche ohnehin matt und rau wird, ist ein besonders feiner Schliff hier nicht nötig – wichtig sind ein ebener, fester Untergrund und gute Haftung.
- Reihenfolge: schleifen → saugen → spachteln
- Tellerschleifer mit Körnung 80–120
- Schleifstaub gründlich absaugen (Industriestaubsauger)
- Dellen & Ausbrüche mit HPSM-100 Feinspachtel ausbessern, vollständig aushärten lassen
- Bodenfeuchtigkeit unter 30 %, Untergrund absolut fest
- Endergebnis ist von Natur aus matt – kein extrafeiner Schliff nötig
Den Boden grundieren
Die HPBG-700 UV-beständige Grundierung nimmt dem Boden die Saugfähigkeit und sorgt für die Haftvermittlung zur späteren Bodenfarbe.
Das Gebinde wird mit einem Rührquirl ca. 1 Minute aktiviert – einfach gründlich durchrühren, auch an den Rändern und am Boden des Gebindes. Anschließend kann die Grundierung direkt mit der BW.025 Beschichtungswalze (25 cm) aufgerollt werden – keine Härterzugabe, keine Topfzeit.
- 1-komponentig – keine Härterzugabe nötig
- Verbrauch: 0,2 kg/m²
- 1 Minute mit dem Rührquirl aktivieren (auch an den Rändern)
- Auftragen mit BW.025 Beschichtungswalze
Die UV-beständige Bodenfarbe auftragen
Je nach gewünschtem Glanzgrad kommt die HPBA-700 (seidenmatt) oder die HPBA-800 (matt) zum Einsatz. Beide sind 1-komponentig und werden vor dem Auftragen mit dem Rührquirl aktiviert – dann mit der BW.025 Beschichtungswalze aufgerollt.
Wichtig: Ist die Masse nach längerer Lagerung fest geworden oder weist sie oben einen Film auf, muss sie mit 10 % lauwarmem Wasser verdünnt werden – also z. B. auf 1 kg Farbe ca. 100 ml lauwarmes Wasser zugeben und anschließend erneut aktivieren.
- 1-komponentig – mit Rührquirl aktivieren, dann aufrollen
- Verbrauch pro Schicht: 0,2 kg/m²
- Mindestens 2 Schichten empfohlen – 3 Schichten bei hellen Farben auf dunklem Untergrund
- Bei festem Material oder Filmbildung: mit 10 % lauwarmem Wasser verdünnen (1 kg → 100 ml) und neu aktivieren
Die Versiegelung auftragen
Die HPVA-700 glänzende UV-beständige Versiegelung bildet die finale Schutzschicht. Sie ist 1-komponentig: 1 Minute mit dem Rührquirl aktivieren, anschließend mit der BW.025 Beschichtungswalze aufrollen.
- 1-komponentig – 1 Minute mit dem Rührquirl aktivieren
- Verbrauch: 0,1 kg/m²
- Auftragen mit BW.025 Beschichtungswalze
Farbigen Kontrast mit Dekochips erzeugen
Für einen besonderen Kontrast sorgen unsere HPDC-100 Dekochips (matt oder metallic). Sie werden direkt nach dem letzten Beschichtungsdurchgang in den nicht trockenen Boden eingeworfen – bzw. in die noch nasse Versiegelung. Die Chips tauchen ins Harz ein, nur die obere Kante bleibt sichtbar. Überstehende Schnipsel brechen nach kurzer Begehung von allein ab und können weggefegt werden.
- Weiter Einwurf: ca. 10 g/m² · Dichter Einwurf: 300–500 g/m²
- Nicht in die Farbe einrühren – immer einwerfen
- Begehung nur mit NG.030 Nagelschuhen